Rund 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an den diesjährigen Bad Wimpfener Gesprächen mit, die am 17. Juli im Kloster Bad Wimpfen am Neckar stattfanden.

Die aktuellen Entwicklungen zu den Zielen nachhaltiger Entwicklung „Sustainable Development Goals (SDGs)“ und ihre Relevanz für Unternehmen, Kommunen und Zivilgesellschaft des Landes bildeten den inhaltlichen Rahmen der Veranstaltung.

Im Workshop zum Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte 2016 – 2020 (NAP) ging es u.a. um die Umsetzungsziele und die geplante Befragung der Bundesregierung.  Tipps für die Erfüllung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten sowie Best Practice Beispiele von Fuchs Petrolub und Südzucker rundeten den Workshop ab.

Einladung/Programm Bad Wimpfener Gespräche 2017 als pdf

Workshop III
Workshop 3
Workshop 3 Porsche

Workshopunterlagen zum Download

zu Workshop I - CSR in globaler Verantwortung

„Die SDGs als Katalysator für eine nachhaltige und gesellschaftlich verantwortliche Unternehmensführung“

Als globales Zielsystem bieten die SDGs eine gemeinsame Sprache und einen Kompass für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Unternehmen können entscheidend zur Umsetzung der SDGs beitragen. Aber wie können Unternehmen die SDGs betrieblich umsetzen? Und welche Chancen & Herausforderungen gibt es?
(Dr. Laura Schneider, Referentin, econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft)

„Wirtschaft in globaler Verantwortung: Chancen einer werteorientierten und nachhaltigen Unternehmensführung“

International verflochtene Wertschöpfungsketten sind auch für viele kleinere und mittlere Unternehmen in Baden-Württemberg zur Realität geworden. Eine werteorientierte und gesellschaftlich verantwortliche Unternehmensführung nutzt die Handlungsspielräume zur Gestaltung einer globalen nachhaltigen Entwicklung, sei es z.B. bei der Textilproduktion oder dem Kaffeeanbau. Eine wirkungsvolle Antwort auf aktuelle globale Herausforderungen.
(Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ))

„CSR global: Bildungspartnerschaften im Finanzwesen“
Ein zentraler Aspekt der Armutsbekämpfung ist die Unterstützung unternehmerischer Eigeninitiative. Dabei spielt die Finanzierung eine wichtige Rolle, zum Beispiel mit dem bewährten Instrumentarium der Mikrofinanzierung. Häufig wird dabei aber übersehen, dass der Erfolg nicht nur von der Bereitstellung der Finanzinstrumente abhängt, sondern vor allem von dem fundierten Wissen zu ihrer Anwendung. Die Sparkassen bringen dazu durch gezielte Bildungspartnerschaften einen engagierten Beitrag – und lernen selbst sehr viel dabei.
(Dr. Tobias Peylo, Referent für Strategie und Nachhaltigkeit im Sparkassenverband Baden-Württemberg)

 

zu Workshop II - CSR und gesellschaftliche Innovation

„Online-Mentoring: Digitale Potenziale für CSR“

Volunteer Vision steht für Online-Mentoring mit gesellschaftlichem Zweck. Der Vortrag stellt die Chancen und Herausforderung eines digitalen Engagements vor und berichtet über Anwendungsbeispiele aus der Praxis.
(Julia Winkler, Gründerin Volunteer Vision)

„Teamwork mit Angehörigen statt Pflegeminuten – Können / schaffen / wollen wir das?“

Wir wollen zu Hause leben, so lange es geht – personalisierte Pflege ohne Stoppuhr ist gefragt. Nur wie bringen wir Wunsch und Wirklichkeit im deutschen Pflegesystem zusammen? Lindera entwickelt ein Tool, das Pflegenden die Arbeit leichter machen und Stürze verhindern soll – mit der künstlichen Intelligenz ans Pflegebett!?
(Diana Heinrichs, Lindera GmbH)

„Gute Sache – Soziale Innovation durch Kooperation von Unternehmen und Gemeinnützigen“

Viele Unternehmen möchten mit ihren spezifischen Kompetenzen und Ressourcen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen. Dafür benötigen Sie kompetente und aufgeschlossene Partner im Gemeinwesen. Das Programm „Gute Sache“ hat bislang mehr als 200 gemeinnützige Organisationen für die Kooperation mit Unternehmen qualifiziert und damit soziale Innovationen ermöglicht.
(Ralf Baumgarth, Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg, Kathrin Vogelbacher, Agentur Mehrwert)

 

zu Workshop III - CSR in einer sich wandelnden Gesellschaft

„Vorurteile im Betrieb. Weniger Sprachlosigkeit, mehr Argumente für ein gutes Betriebsklima“

Wie kann ich ausgrenzende Parolen im Betrieb entkräften? Wie unterstütze ich ein Klima der Offenheit und Akzeptanz gegenüber (neu-)zugewanderten Kolleginnen und Kollegen? Als Antwort auf diese Fragen haben die drei Kooperationspartner RKW Kompetenzzentrum, der Verband binationaler Familien und Partnerschaften sowie International HuMan Power ein Workbook erarbeitet.
(Maria Ringler, Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V.)

„Kulturvermittler: Eine Brücke zu mehr Verständnis und Engagement der Mitarbeiterschaft“

Menschen aus 35 Herkunftsländern – ein Unternehmen der Vielfalt : Kulturvermittler mit und ohne Behinderung bauen Brücken zwischen den Kulturen am Arbeitsplatz durch kultursensibles Engagement und gezielter Verankerung der Kultursensibilität in den Prozessen des Campus Mensch Unternehmen GWW.
(Andrea Stratmann, Campus Mensch Stiftung Zenit)

„Chancen ermöglichen, Vielfalt leben“

Über 70 Nationen arbeiten bei Porsche seit Jahrzehnten Hand in Hand. Diese Vielfalt schafft eine Unternehmenskultur, die auf Respekt und Verständnis basiert. Auf dieser Grundlage ist das Integrationsjahr entstanden, mit dem der Sportwagenhersteller Flüchtlingen eine echte Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht. Parallel dazu bietet eine interne digitale Plattform die Möglichkeit für ehrenamtliches Engagement der Belegschaft in der Flüchtlingshilfe.
(Matthias Rauter, Pressesprecher Personal und Nachhaltigkeit, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)

 

Fotos zur Veranstaltung

Fotos: Medienbüro Rhein-Neckar/Oliver Uhrig

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten, Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die gelungene Veranstaltung.